TIGERSCHIEßEN IN DER OBERLAUSITZ - KHR36

Am 14.11.2017 ermöglichte uns die Division Schnelle Kräfte (kurz DSK) einen Einblick in die Aufmunitionierung und Vorbereitung des geplanten Tigerschießens in der Oberlausitz. Spannende Einblicke in ein modernes Waffensystem an einem wettertechnisch nicht optimalen Tag.

Es ist Dienstagmorgen und ziemlich nebelig auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Oberlausitz, als drei der vier vor Ort befindlichen Hubschrauber vom Typ Tiger für das Übungsschießen vorbereitet werden. Das Kampfhubschrauberregiment 36 „Kurhessen“ aus dem hessischen Fritzlar lässt sich das zwei mal jährliche, jeweils dreiwöchige Trainieren des scharfen Schusses nicht nehmen.

Am Rande der so genannten „Platte“ stehen große Behälter für die leeren Hülsen, Stromaggregate und ein Feuerwehrfahrzeug zur Absicherung des Brandschutzes beim Betanken. Wie der Pressesprecher der Division Schnelle Kräfte Major Kieron Kleinert erklärt, sei viel Personal und Technik nötig um den Flugdienst abzusichern. 

Der Tiger zählt mit seinen bis zu 290 Stundenkilometern zu einem der schnellsten und wendigsten Fluggeräte des Heeres. Wie Major Kleinert weiß, wird der Tiger meist zur Aufklärung und Unterstützung der Bodentruppen eingesetzt. Zur Bewaffnung  gehören vier Luftflugkörper, mehrere Panzerabwehrflugkörper, bis zu 38 ungelenkte Raketen und zwei schwere Maschinengewehre. Dementsprechend wird die Sicherheit sowohl bei den Piloten als auch beim Bodenpersonal groß geschrieben. Vor jedem Start erfolgt ein akribischer Check des Fluggeräts. Sogar das Betreten des Bereichs vor den Maschinen ist trotz dreifacher technischer Absicherung nicht erlaubt. 

Extra aus Fritzlar ist auch der Technikchef des KHR36, Oberleutnant Eifler, angereist. Laut seiner Aussage haben viele Truppenübungsplätze in Deutschland nicht die nötige Größe, um mit solchen Waffensystemen wie dem Tiger effektiv trainieren zu können. Hier in der Oberlausitz seien alle Übungsszenarios durchführbar, unter anderem auch das Nachtschießen. Grade in Zeiten von Auslands- einsätzen wie z.B der Minusma-Mission in Mali müssen die Piloten regelmäßig trainiert werden. 

Während unseres Besuches zeichnet sich dann leider wie schon am Morgen vermutet ab: Das Wetter lässt einen scharfen Schuss an diesem Tag nicht zu. Oberstleutnant Eifler: „Für richtiges Übungs- schießen müssen wir Sichten mindestens um 4000 Meter haben. Das ist heute leider nicht gegeben“. Dennoch wäre ein Schuss mit ungelenkten Raketen im Ernstfall möglich. Auf Grund des langen Aufenthaltszeitraums in der Oberlausitz sind aber Verschiebungen um mehrere Tage mit eingeplant. 

Am Ende sind die drei Wochen für das Regiment dennoch ein großer Erfolg. Für die Piloten und Bordschützen ist das erhalten ihrer „Combat Readiness“ durch den scharfen Schuss ein wichtiger Baustein Ihrer fliegerischen Karriere und wird daher auch weiterhin zwei mal im Jahr in der Oberlausitz trainiert.

(Nils Berwing, Matthias Krutzina)

______________________________________________________________________________________________________


HOLZDORF AIR BASE - ETSH

Am 27.09.2017 besuchten wir den Fliegerhorst Holzdorf, mit seiner neuen Infrastruktur einer der modernsten Plätze der Bundeswehr. Neben den CH-53 ist hier auch ein SAR-Kommando beheimatet.

Zwischen Berlin und Leipzig, im malerischen Brandenburg liegt ein recht großer Stützpunkt der Luftwaffe. Ursprünglich wurde hier bis 2012 die Infrastruktur für den Flugbetrieb der NH 90-Flotte geschaffen. Mit der Neuausrichtung des Bundeswehr und dem damit verbundenen Fähigkeitstransfer zwischen der Luftwaffe und dem Heer wird der Ausbildungsflugbetrieb der CH-53 seit 2014 von Holzdorf aus sichergestellt. Ende September 2013 traf hier der erste Transporthubschrauber ein. Der reguläre Übungsflugbetrieb begann im Januar 2014.

„Derzeit stehen 14 Maschinen bei uns am Platz“, wie Oberstabsfeldwebel Klaus Hubmann weiß. „Einige weitere unserer CH´s befinden sich bei der Industrie, andere dienen der Ausbildungswerkstatt in Fassberg“. In der Regel trainieren in Holzdorf die Piloten in einer Vormittags- und einer Nachmittagsrunde ihre Fähigkeiten auf dem größten Hubschrauber der Bundeswehr. Ebenfalls beheimatet am Platz ist das SAR-Kommando mit dem „SAR 87“, einer Bell UH-1D. Dieses Einsatzmittel unterstützt den zivilen Rettungsdienst während Engpässen und bei Luftnotlagen. Mit Stand unseres Besuchs am 27.09.2017 standen dieses Jahr bisher 22 Einsätze zu Buche.

In Holzdorf bleibt es weiter spannend. „Nächstes Jahr findet bei uns der Tag der Bundeswehr mit vielen Gästen statt“, so der Leiter des Flugbetriebs Christian Albrecht. Demnächst dann stellen sich die Weichen für den Nachfolger der CH53. Dann kann es sogar sein, dass Holzdorf wieder ein vollständiges Geschwader wird.

(Nils Berwing)

______________________________________________________________________________________________________


BRILLIANT ARROW 2017 - ETNT

Vom 11.09. bis 22.09 lief auf den Fliegerhorsten Wittmund, Rostock-Laage sowie Nörvenich und Neuburg die NATO-Luftkriegs-Übung "Brilliant Arrow". Trainiert wurde auch das Zusammenwirken der verschiedenen Nationen und Ihrer Waffensysteme.

Insgesamt 22 F-16-Kampfflugzeuge aus Griechenland, Polen und der Türkei und die deutschen Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ in Wittmund sowie Jets und Transportmaschinen der Geschwader in Nörvenich, Neuburg an der Donau und Hohn waren an dieser großen Übung beteiligt. Die Flugabwehrraketengruppe 26 in Husum und der Einsatzführungsbereich in Schönwalde mit seinem Gefechtsstand waren unterstützender Bestandteil für den Ausbildungs- und Trainingserfolg der Übung und daher unverzichtbar.

Täglich kamen aus dem Hauptquartier in Kalkar, in dem alle Fäden zusammenlaufen die Aufgaben und Übungsszenarien, die die Piloten zu bewältigen hatten. Aufträge waren unter anderem der Schutz eigener Einrichtungen und das Ausschalten von Einrichtungen und Nachschubswegen des Feindes. Alle Missionen wurden in den jeweiligen Verbänden koordiniert und umgesetzt und danach vor Ort und in einer Videokonferenz mit Kalkar und einem persönlichen Pilotengespräch analysiert und bewertet.

Auch das Zusammenwirken zwischen dem verlegefähigen deutschen Gefechtsstand zur Führung von multinationalen Luftstreitkräften und seinen unterstellten Verbänden wurde bei der diesjährigen Übung in den Fokus gestellt. Im Ernstfall muss die Luftwaffe mit ihren Verbänden in der Lage sein, in kürzester Zeit nach Alarmierung einsatzbereit zu sein und Luftoperationen der NATO Response Force weltweit zu planen und zu führen. Auch in diesem Jahr meldete das Kommando die Übung wieder alles vollen Erfolg.

(Sven Neumann)

______________________________________________________________________________________________________

BRANDSCHUTZÜBUNG VEITSHÖCHHEIM

Am Mittwoch den 19. und Donnerstag den 20. Juli 2017 fand am Würzburger Schenkenturm in Veitshöchheim eine Übung zur Brandbekämpfung aus der Luft der Feuerwehrschule Würzburg statt. 35 Flughelfer aus Bayern werden jährlich für den Umgang mit dem Hubschrauber geschult.

Trainiert wird bei dieser Übung die Bekämpfung des Brandes durch den direkten Abwurf von Löschwasser aus Hubschraubern mit Löschwasser-Außenlastbehältern (LABs). Dieses wurde im Laufe des Tages mit den Maschinen mehrfach aus der Main aufgenommen und an dafür vorgesehenen Stellen auf dem Truppenübungsplatz in Veitshöchheim kontrolliert abgelassen. Weiterer Übungsteil ist das Einhängen des Lasthakens am schwebenden Hubschrauber. Auch das Absetzen mit der Seilwinde für eventuelle Bergungen beim Brandfall wurde durch die Crews und die Flughelfer trainiert.

Teilnehmer waren in diesem Jahr wieder das "Transporthubschrauberregiment 30" aus Niederstetten, welches zwei Hueys stellte. Ebenfalls vertreten war die Polizei Bayern mit einer Ec 135 und die Firma Helix mit einer AS 350; am Donnerstag stieß die Bundespolizei mit einer Ec 155 dazu. Am 25. und 26.7 wird erneut geübt, dann kommt das Hubschraubergeschwader aus Laupheim mit einer CH 53 zu Gast.

(Nils Berwing, Matthias Krutzina)

______________________________________________________________________________________________________


TAG DER BUNDESWEHR & FLY IN - ETHS

Am 10.06.2017 war es wieder so weit. Zum alljährlichen "Tag der Bundeswehr" hatte der Heeresflug-platz Fassberg und somit das "Transporthubschrauberregiment 10" die Möglichkeit, sich der breiten Bevölkerung zu präsentieren. 30 000 Zuschauer waren dafür extra in die Heide gekommen.

Von der neusten Errungenschaft der Luftwaffe, dem H145M aus Laupheim bis hin zum altgedienten Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 aus Jagel - die Bandbreite hätte nicht größer sein können beim dritten Tag der Bundeswehr. Am morgen des Veranstaltungstages eröffnete Oberst Georg von Harling zusammen mit Fassbergs Bürgermeister die Tore des Standorts.

Direkt zu Beginn der Veranstaltung präsentierten die Freifaller der Bundeswehr einen Sprung aus der CH53 der Luftwaffe (84-91). Einzelvorführungen von Mehrzweckkampfhubschrauber Tiger, EC 135 und NH90 folgten innerhalb kurzer Zeiträume. Der Abschluss des Vormittagsprogramms wurde durch die Leistungsdemo des Eurofighters gezeichnet. Überraschend dagegen waren zwei Überflüge des NATO Awacs aus Geilenkirchen und des neuen Flaggschiffes der Luftwaffe, dem A 400M.

Im weiteren Verlauf hatten die Besucher die Möglichkeit, während der nachmittäglichen Vorführung die Befreiung einer Geisel zu beobachten. Dafür wurden Spezialkräfte mit einer CH53 an der Einsatzstelle abgesetzt und mit einer H145 der Luftwaffe unterstützt. Anschließend wurde der Abtransport der Verletzten durch 2 NH90 der Gastgeber abgeschlossen. Dabei wurde ein NH90 extra in den "Forward Air Medavac" Zustand versetzt - der andere überwachte die Bergung aus der Luft.

Bereits am Vortag fand das Fly In und finale Training statt. Am Boden stand für die interessierten Besucher die Niederländische Luftwaffe mit 2 Chinooks und einem Apache bereit. Auch die Luftwaffe präsentiere einige Exponate, u.a den sonderbemalten Eurofighter aus Wittmund. Die Lehrwerkstatt in Fassberg stellte einen ausgedienten Phantom sowie 2 CH53, einen deutschen und einen französischen Tiger zur Verfügung. 

In zwei Jahren können die Soldaten in Fassberg erneut Flagge zeigen, auch dann wird der Fliegerhorst wieder zum Veranstaltungsgelände. Im kommenden Jahr ist erstmal Wunstorf an der Reihe.

(Nils Berwing)

______________________________________________________________________________________________________


RED GRIFFIN / COLIBRI 50 - LUFTLANDEÜBUNG

Hunderte Fallschirme, Hubschrauber und Transportmaschinen zeichneten den Verlauf einer der größten Luftlandeoperationen der vergangenen Jahre in Deutschland ab. Bei der Großübung "Red Griffin/Colibri 50" übten 3500 Soldaten für den Ernstfall.

  • DSC_6232 2_1
  • DSC_6220 2_1
  • DSC_6139 2_1
  • DSC_6062 2_1
  • DSC_0977 2_1
  • DSC_0943 2_1
  • DSC_0717 2_1
  • DSC_0873
  • DSC_0589
  • DSC_0577
  • _MG_4890
  • _MG_4865_1

Vom 08. bis 18. Mai kämpften sich die Soldaten der Division Schnelle Kräfte von Husum an der Nordseeküste in einzelnen Etappen auf die andere Seite Schleswig-Holsteins vor. In Todendorf lautete die finale Aufgabe einen fiktiven Hafen mit leichten Kräften zu erobern und zu sichern bis Verstärkung eintrifft.

Mit beteiligt an der Übung waren 5 NH90 vom Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten, 2 CH53 aus Holzdorf (HSG64), 3 Tiger aus dem hessischen Fritzlar (KHR36) und zeitweise bis zu 8 Transalls aus dem nahegelegenen Hohn (LTG63). Auch 2 Chinooks und 2 Apaches der United States Army nahmen an der Übung Teil. Ausgangsort aller luftbeweglichen Aktivitäten war der Fliegerhorst Celle. 

Weitere Teile der Übung, an der Soldaten aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich teilnahmen, war die Rettung von Zivilisten von einem Strandabschnitt im nördlichen Schleswig-Holstein, sowie die Zurückeroberung des feindlich eingenommenen Flugplatzes Hususm-Schwesing. "Alle Stäbe und Einheiten arbeiteten diese zwei Wochen lang im 24-Stunden Modus, das ist schon extrem fordernd" sagte Generalmajor Marlow, der zeitweise extra mit einer Bell UH-1D "Huey" aus Celle eingeflogen wurde. 

Am Donnerstag ging die Übung erfolgreich zu Ende. Der Großteil der fliegerischen Einheiten flog bereits am Vortag zurück zu Ihren Stützpunkten.

(Nils Berwing, Hauke Berkholtz)

______________________________________________________________________________________________________


25 JAHRE CHRISTOPH 47

Mit einem Festakt, Unterhaltungsprogramm und vielen Gästen fand am 13. Mai auf dem Hubschrauber- landeplatz des Greifswalder Uniklinikums das 25-jährige Bestehen des Christoph 47 statt.

  • IMG_6043
  • IMG_6051
  • IMG_6168
  • IMG_5986
  • IMG_6023
  • IMG_6463
  • IMG_6309
  • IMG_6631
  • IMG_6749
  • IMG_6885
  • IMG_7115
  • IMG_5794

Den Greifswalder Rettungshubschrauber konnten sich interessierte Besucher aus der Nähe anschauen. Diverse Rettungsübungen und Vorführungen fanden während des umfangreich gestalteten Tages statt. Zu Gast waren unter anderem der Rostocker Intensivtransporthubschrauber "Christoph Rostock", sowie der extra aus Güttin auf Rügen eingeflogene Offshore Rettungshubschrauber "Air Ambulance 02". Zudem wurde für den Tag eine zweite BK117 der DRF Luftrettung im static ausgestellt. Die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation informierte an diesem Tag auch über die Möglichkeiten die rot-weißen Luftretter zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr flog "Christoph 47" seinen bisherigen Einsatzrekord: 1.508 Mal wurde der rot weiße Rettungshubschrauber alarmiert, so häufig wie nie zuvor in der Stationshistorie. In naher Zukunft wird auch die Station der Greifswalder Rettungsflieger seine BK117 gegen das neue Muster H145 eintauschen. Bis dahin erfreuen wir uns weiterhin über die altbewährte BK am Mecklenburger Himmel.

(Matthias Krutzina)

______________________________________________________________________________________________________


ATLANIC RESOLVE - 10th CAB IN BREMERHAVEN

Am 11. Februar 2017 kamen 49 US-Militärhubschrauber für die US-Operation "Atlantic Resolve" in Bremerhaven an. In deren Rahmen soll in Bayern die größte Hubschrauberbasis Europas entstehen. Viele der Maschinen bleiben vorerst in Deutschland stationiert.

In Lettland und Rumänien kommen jeweils 5 der Hubschrauber zum Einsatz. Insgesamt sollen es 12 CH-47 Chinooks, 38 UH-60 Black Hawks, 12 HH-60 Black Hawks und 24 AH-64 Apaches sein. Erste Kampfhubschrauber wurden bereits nach Lettland geflogen. Die Nato befürchtet eine russische Aggression und baut deshalb ihre Präsenz in Mittel- und Osteuropa massiv aus. 

"Atlantic Resolve" wird zwar von der US Army geplant, findet aber in Koordination und Kooperation mit der NATO statt und hat ebenfalls das Ziel, die Militärpräsenz in Osteuropa auszuweiten. Insgesamt sollen in Deutschland, Belgien, Lettland und Rumänien 2.200 Soldaten und 94 Hubschrauber eingesetzt werden.

Am 13.02.2017 starteten die ersten Maschinen nach Süden. Zuvor wurden die Hubschrauber in Nordholz betankt. Die erste Ladung der Heeresfliegerbrigade soll am Donnerstag final nach Illesheim und Katterbach verlegt sein, ehe ein weiteres Schiff am Montag die noch fehlenden Apaches bringt. Atlantic Resolve soll voraussichtlich Ende November 2017 abgeschlossen sein.

(Nils Berwing)

______________________________________________________________________________________________________


JAGEL AM ZAUN - EINEN TAG MIT DEN "ALTEN HASEN"

Zuerst nur ein Zischen, dann ein ohrenbetäubendes Donnern. Die Tornados des Taktischen Luftwaffen- geschwaders 51 (Immelmann) sind einfach ganz weit vorn, wenn es um guten Sound geht. Es in Worte zu fassen fällt schwer, man muss es live erlebt haben.

  • IMG_9824
  • IMG_9783
  • IMG_6835
  • IMG_6832
  • IMG_1610
  • IMG_2096
  • IMG_2144
  • IMG_1957
  • IMG_3231
  • IMG_4203
  • IMG_5831
  • IMG_5981

Seit 1993 ist der Fliegerhorst Schleswig/Jagel die Heimat des TakLwG 51 und somit das jüngste Geschwader in der Luftwaffe. 2013 übernahm der Standort Jagel zudem die Fähigkeit der Niederhaltung gegnerischer Boden-Luftverteidigungen vom Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld, welches im selben Jahr aufgelöst wurde. Der Luftwaffenstützpunkt verfügt außerdem über drei unbemannte Flugzeuge vom Typ Heron 1, welche zur Zeit in Afghanistan im Einsatz sind. Diese sogenannten Drohnen werden von Jagel aus gesteuert. Im Einsatzgebiet dienen sie dem Schutz der bodengebundenen Truppen der Bundeswehr sowie verbündeten Einheiten.

Mit einer Stärke von derzeit 24 Tornados ist der Fliegerhorst Nahe Schleswig auch einer der einheitsstärksten mit diesem Muster innerhalb der Luftwaffe. Aktuell findet hier die Rückführung der Maschinen vom Luftwaffenstützpunkt Holloman in den USA statt, der jahrelang den Tornadopiloten als Ausbildungsplatz diente.

Bis 2025 ist die Ersatzteilbeschaffung für den Panavia Tornado gesichert. Danach werden auch in Jagel die Karten neu gemischt. Wir freuen uns auf weitere Jahre mit einem sehr spannenden Muster.

(Hauke Berkholtz)

______________________________________________________________________________________________________


BO105 "HEERESFLIEGER" FINAL FLIGHT

Sie galt jahrelang als das Aushängeschild der Heeresflieger: die Bo 105. Genau dort, wo vor 43 Jahren die Erfolgsgeschichte begann sollte sie nun auch ihr Ende finden. Auf dem Fliegerhorst Celle Wietzenbruch.

  • DSC_0035 Kopie 5
  • DSC_0048
  • DSC_0071
  • DSC_0083
  • DSC_0088 Kopie
  • DSC_0091 Kopie 3
  • DSC_0097 Kopie
  • DSC_0249 Kopie 2
  • DSC_0258 Kopie
  • DSC_0273
  • DSC_0010 2
  • 87-11 4

Am 13.12.2016 um exakt 14.12 landete zum letzten mal eine Bo 105 auf Ihrer Heimatbasis in Celle. Vorher flogen Sie in geschlossener Formation hinweg über Wunstorf, Bückeburg und Hannover. Über den Dächern der Celler Innenstadt drehten Sie eine letzte Ehrenrunde bevor es zur finalen Landung auf dem Fliegerhorst ging. 

Seit 1979 sind 312 Bo 105 an die Heeresflieger in den Varianten VBH (Verbindungshubschrauber) und PAH (Panzerabwehrhubschrauber) ausgeliefert worden. Er galt unter den Piloten als sehr zuverlässig und ausdauernd und war besonders wegen seiner Wendigkeit und der Fähigkeit des Tiefflugs sehr beliebt. 

Mit dem Ende der Bo 105 schleißt sich auch das Kapitel der TE900 (Teileinheit 900) des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums in Bückeburg. Für viele der Piloten war der Last Flight der Bo 105 auch ihr persönlich letzter Flug. Andere widmen sich nun neuen Aufgaben, sei es in der Luftrettung, dem SAR-Dienst oder aber komplett neuen Feldern. Wir sagen Goodbye Bo 105! 

(Nils Berwing)

______________________________________________________________________________________________________

 

FASSBERG AIR BASE - ETHS

Mit der Informationslehrübung zeigt das Heer in Verbindung mit der Streitkräftebasis, dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und den Luftstreitkräften jedes Jahr, wie gut man sich untereinander ergänzt. Für den fliegerischen Part starteten an diesem 14.10.2016 die Maschinen vom Fliegerhorst Fassberg aus.

  • DSC_0020 Kopie
  • DSC_0061 Kopie
  • DSC_0088
  • DSC_0174 Kopie 2
  • DSC_0172 Kopie
  • DSC_0246
  • DSC_0339
  • DSC_0348
  • DSC_0350 Kopie
  • DSC_0380
  • DSC_0402 2
  • DSC_0403
  • DSC_0441
  • DSC_04411
  • DSC_0453

Für den gewogenen Luftfahrtenthusiasten daher immer wieder ein Highlight, sich an diesem Tag das Spektakel aus der Nähe anzuschauen. Während für den fliegerischen Part der ILÜ die beiden Tiger 74+34 und 74+45 sowie der NH90 78+35 bereitstanden, bot sich auf dem Fliegerhorst eine weitaus größere Anzahl an Luftfahrzeugen. Neben dem VIP-Shuttle der Luftwaffe an diesem Tag (76+08) flog der NH90 78+16 Platzrunden. Auch die 78+23 war aktiv. 

Der Fliegerhorst Fassberg beheimatet derzeit 12 Maschinen des Typs NH90. Bis Mitte 2018 sollen alle 32 Maschinen an ihre Heimatbasis in der niedersächsischen Heide ausgeliefert sein. 32 weitere Maschinen werden beim Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten stationiert. 16 Maschinen sollen es beim Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg werden. 

Ebenfalls stationiert in Fassberg ist derzeit die Deutsch-Französische Ausbildungseinrichtung für den Eurocopter Tiger. Da die Zeit für einen Abstecher dorthin dieses Jahr leider nicht ausreichte, freuen wir uns im Herbst 2017 auf einen weiteren Besuch und bedanken uns recht herzlich für die Fotomöglichkeit. 

(Nils Berwing)

______________________________________________________________________________________________________