TAG DER BUNDESWEHR & FLY IN - ETHS

Am 10.06.2017 war es wieder so weit. Zum alljährlichen "Tag der Bundeswehr" hatte der Heeresflug-platz Fassberg und somit das "Transporthubschrauberregiment 10" die Möglichkeit, sich der breiten Bevölkerung zu präsentieren. 30 000 Zuschauer waren dafür extra in die Heide gekommen.

Von der neusten Errungenschaft der Luftwaffe, dem H145M aus Laupheim bis hin zum altgedienten Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 aus Jagel - die Bandbreite hätte nicht größer sein können beim dritten Tag der Bundeswehr. Am morgen des Veranstaltungstages eröffnete Oberst Georg von Harling zusammen mit Fassbergs Bürgermeister die Tore des Standorts.

Direkt zu Beginn der Veranstaltung präsentierten die Freifaller der Bundeswehr einen Sprung aus der CH53 der Luftwaffe (84-91). Einzelvorführungen von Mehrzweckkampfhubschrauber Tiger, EC 135 und NH90 folgten innerhalb kurzer Zeiträume. Der Abschluss des Vormittagsprogramms wurde durch die Leistungsdemo des Eurofighters gezeichnet. Überraschend dagegen waren zwei Überflüge des NATO Awacs aus Geilenkirchen und des neuen Flaggschiffes der Luftwaffe, dem A 400M.

Im weiteren Verlauf hatten die Besucher die Möglichkeit, während der nachmittäglichen Vorführung die Befreiung einer Geisel zu beobachten. Dafür wurden Spezialkräfte mit einer CH53 an der Einsatzstelle abgesetzt und mit einer H145 der Luftwaffe unterstützt. Anschließend wurde der Abtransport der Verletzten durch 2 NH90 der Gastgeber abgeschlossen. Dabei wurde ein NH90 extra in den "Forward Air Medavac" Zustand versetzt - der andere überwachte die Bergung aus der Luft.

Bereits am Vortag fand das Fly In und finale Training statt. Am Boden stand für die interessierten Besucher die Niederländische Luftwaffe mit 2 Chinooks und einem Apache bereit. Auch die Luftwaffe präsentiere einige Exponate, u.a den sonderbemalten Eurofighter aus Wittmund. Die Lehrwerkstatt in Fassberg stellte einen ausgedienten Phantom sowie 2 CH53, einen deutschen und einen französischen Tiger zur Verfügung. 

In zwei Jahren können die Soldaten in Fassberg erneut Flagge zeigen, auch dann wird der Fliegerhorst wieder zum Veranstaltungsgelände. Im kommenden Jahr ist erstmal Wunstorf an der Reihe.

(Nils Berwing)

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RED GRIFFIN / COLIBRI 50 - LUFTLANDEÜBUNG

Hunderte Fallschirme, Hubschrauber und Transportmaschinen zeichneten den Verlauf einer der größten Luftlandeoperationen der vergangenen Jahre in Deutschland ab. Bei der Großübung "Red Griffin/Colibri 50" übten 3500 Soldaten für den Ernstfall.

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Vom 08. bis 18. Mai kämpften sich die Soldaten der Division Schnelle Kräfte von Husum an der Nordseeküste in einzelnen Etappen auf die andere Seite Schleswig-Holsteins vor. In Todendorf lautete die finale Aufgabe einen fiktiven Hafen mit leichten Kräften zu erobern und zu sichern bis Verstärkung eintrifft.

Mit beteiligt an der Übung waren 5 NH90 vom Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten, 2 CH53 aus Holzdorf (HSG64), 3 Tiger aus dem hessischen Fritzlar (KHR36) und zeitweise bis zu 8 Transalls aus dem nahegelegenen Hohn (LTG63). Auch 2 Chinooks und 2 Apaches der United States Army nahmen an der Übung Teil. Ausgangsort aller luftbeweglichen Aktivitäten war der Fliegerhorst Celle. 

Weitere Teile der Übung, an der Soldaten aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich teilnahmen, war die Rettung von Zivilisten von einem Strandabschnitt im nördlichen Schleswig-Holstein, sowie die Zurückeroberung des feindlich eingenommenen Flugplatzes Hususm-Schwesing. "Alle Stäbe und Einheiten arbeiteten diese zwei Wochen lang im 24-Stunden Modus, das ist schon extrem fordernd" sagte Generalmajor Marlow, der zeitweise extra mit einer Bell UH-1D "Huey" aus Celle eingeflogen wurde. 

Am Donnerstag ging die Übung erfolgreich zu Ende. Der Großteil der fliegerischen Einheiten flog bereits am Vortag zurück zu Ihren Stützpunkten.

(Nils Berwing, Hauke Berkholtz)

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25 JAHRE CHRISTOPH 47

Mit einem Festakt, Unterhaltungsprogramm und vielen Gästen fand am 13. Mai auf dem Hubschrauber- landeplatz des Greifswalder Uniklinikums das 25-jährige Bestehen des Christoph 47 statt.

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Den Greifswalder Rettungshubschrauber konnten sich interessierte Besucher aus der Nähe anschauen. Diverse Rettungsübungen und Vorführungen fanden während des umfangreich gestalteten Tages statt. Zu Gast waren unter anderem der Rostocker Intensivtransporthubschrauber "Christoph Rostock", sowie der extra aus Güttin auf Rügen eingeflogene Offshore Rettungshubschrauber "Air Ambulance 02". Zudem wurde für den Tag eine zweite BK117 der DRF Luftrettung im static ausgestellt. Die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation informierte an diesem Tag auch über die Möglichkeiten die rot-weißen Luftretter zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr flog "Christoph 47" seinen bisherigen Einsatzrekord: 1.508 Mal wurde der rot weiße Rettungshubschrauber alarmiert, so häufig wie nie zuvor in der Stationshistorie. In naher Zukunft wird auch die Station der Greifswalder Rettungsflieger seine BK117 gegen das neue Muster H145 eintauschen. Bis dahin erfreuen wir uns weiterhin über die altbewährte BK am Mecklenburger Himmel.

(Matthias Krutzina)

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ATLANIC RESOLVE - 10th CAB IN BREMERHAVEN

Am 11. Februar 2017 kamen 49 US-Militärhubschrauber für die US-Operation "Atlantic Resolve" in Bremerhaven an. In deren Rahmen soll in Bayern die größte Hubschrauberbasis Europas entstehen. Viele der Maschinen bleiben vorerst in Deutschland stationiert.

In Lettland und Rumänien kommen jeweils 5 der Hubschrauber zum Einsatz. Insgesamt sollen es 12 CH-47 Chinooks, 38 UH-60 Black Hawks, 12 HH-60 Black Hawks und 24 AH-64 Apaches sein. Erste Kampfhubschrauber wurden bereits nach Lettland geflogen. Die Nato befürchtet eine russische Aggression und baut deshalb ihre Präsenz in Mittel- und Osteuropa massiv aus. 

"Atlantic Resolve" wird zwar von der US Army geplant, findet aber in Koordination und Kooperation mit der NATO statt und hat ebenfalls das Ziel, die Militärpräsenz in Osteuropa auszuweiten. Insgesamt sollen in Deutschland, Belgien, Lettland und Rumänien 2.200 Soldaten und 94 Hubschrauber eingesetzt werden.

Am 13.02.2017 starteten die ersten Maschinen nach Süden. Zuvor wurden die Hubschrauber in Nordholz betankt. Die erste Ladung der Heeresfliegerbrigade soll am Donnerstag final nach Illesheim und Katterbach verlegt sein, ehe ein weiteres Schiff am Montag die noch fehlenden Apaches bringt. Atlantic Resolve soll voraussichtlich Ende November 2017 abgeschlossen sein.

(Nils Berwing)

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JAGEL AM ZAUN - EINEN TAG MIT DEN "ALTEN HASEN"

Zuerst nur ein Zischen, dann ein ohrenbetäubendes Donnern. Die Tornados des Taktischen Luftwaffen- geschwaders 51 (Immelmann) sind einfach ganz weit vorn, wenn es um guten Sound geht. Es in Worte zu fassen fällt schwer, man muss es live erlebt haben.

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Seit 1993 ist der Fliegerhorst Schleswig/Jagel die Heimat des TakLwG 51 und somit das jüngste Geschwader in der Luftwaffe. 2013 übernahm der Standort Jagel zudem die Fähigkeit der Niederhaltung gegnerischer Boden-Luftverteidigungen vom Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld, welches im selben Jahr aufgelöst wurde. Der Luftwaffenstützpunkt verfügt außerdem über drei unbemannte Flugzeuge vom Typ Heron 1, welche zur Zeit in Afghanistan im Einsatz sind. Diese sogenannten Drohnen werden von Jagel aus gesteuert. Im Einsatzgebiet dienen sie dem Schutz der bodengebundenen Truppen der Bundeswehr sowie verbündeten Einheiten.

Mit einer Stärke von derzeit 24 Tornados ist der Fliegerhorst Nahe Schleswig auch einer der einheitsstärksten mit diesem Muster innerhalb der Luftwaffe. Aktuell findet hier die Rückführung der Maschinen vom Luftwaffenstützpunkt Holloman in den USA statt, der jahrelang den Tornadopiloten als Ausbildungsplatz diente.

Bis 2025 ist die Ersatzteilbeschaffung für den Panavia Tornado gesichert. Danach werden auch in Jagel die Karten neu gemischt. Wir freuen uns auf weitere Jahre mit einem sehr spannenden Muster.

(Hauke Berkholtz)

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BO105 "HEERESFLIEGER" FINAL FLIGHT

Sie galt jahrelang als das Aushängeschild der Heeresflieger: die Bo 105. Genau dort, wo vor 43 Jahren die Erfolgsgeschichte begann sollte sie nun auch ihr Ende finden. Auf dem Fliegerhorst Celle Wietzenbruch.

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Am 13.12.2016 um exakt 14.12 landete zum letzten mal eine Bo 105 auf Ihrer Heimatbasis in Celle. Vorher flogen Sie in geschlossener Formation hinweg über Wunstorf, Bückeburg und Hannover. Über den Dächern der Celler Innenstadt drehten Sie eine letzte Ehrenrunde bevor es zur finalen Landung auf dem Fliegerhorst ging. 

Seit 1979 sind 312 Bo 105 an die Heeresflieger in den Varianten VBH (Verbindungshubschrauber) und PAH (Panzerabwehrhubschrauber) ausgeliefert worden. Er galt unter den Piloten als sehr zuverlässig und ausdauernd und war besonders wegen seiner Wendigkeit und der Fähigkeit des Tiefflugs sehr beliebt. 

Mit dem Ende der Bo 105 schleißt sich auch das Kapitel der TE900 (Teileinheit 900) des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums in Bückeburg. Für viele der Piloten war der Last Flight der Bo 105 auch ihr persönlich letzter Flug. Andere widmen sich nun neuen Aufgaben, sei es in der Luftrettung, dem SAR-Dienst oder aber komplett neuen Feldern. Wir sagen Goodbye Bo 105! 

(Nils Berwing)

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FASSBERG AIR BASE - ETHS

Mit der Informationslehrübung zeigt das Heer in Verbindung mit der Streitkräftebasis, dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und den Luftstreitkräften jedes Jahr, wie gut man sich untereinander ergänzt. Für den fliegerischen Part starteten an diesem 14.10.2016 die Maschinen vom Fliegerhorst Fassberg aus.

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Für den gewogenen Luftfahrtenthusiasten daher immer wieder ein Highlight, sich an diesem Tag das Spektakel aus der Nähe anzuschauen. Während für den fliegerischen Part der ILÜ die beiden Tiger 74+34 und 74+45 sowie der NH90 78+35 bereitstanden, bot sich auf dem Fliegerhorst eine weitaus größere Anzahl an Luftfahrzeugen. Neben dem VIP-Shuttle der Luftwaffe an diesem Tag (76+08) flog der NH90 78+16 Platzrunden. Auch die 78+23 war aktiv. 

Der Fliegerhorst Fassberg beheimatet derzeit 12 Maschinen des Typs NH90. Bis Mitte 2018 sollen alle 32 Maschinen an ihre Heimatbasis in der niedersächsischen Heide ausgeliefert sein. 32 weitere Maschinen werden beim Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten stationiert. 16 Maschinen sollen es beim Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg werden. 

Ebenfalls stationiert in Fassberg ist derzeit die Deutsch-Französische Ausbildungseinrichtung für den Eurocopter Tiger. Da die Zeit für einen Abstecher dorthin dieses Jahr leider nicht ausreichte, freuen wir uns im Herbst 2017 auf einen weiteren Besuch und bedanken uns recht herzlich für die Fotomöglichkeit. 

(Nils Berwing)

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